Beginn
Do., 07.05.2026,
10:30 - 15:30 Uhr
Sportunterricht verbindet im Idealfall die Erschließung unserer Bewegungskultur mit entwicklungsförderlichen Impulsen. Darüber hinaus soll er unter anderem zur Gesundheit der Schüler:innen beitragen und eine Kompensationsfunktion zu den sogenannten Sitzfächern erfüllen. Keine Wunder also, dass er im fachdidaktischen Diskurs gelegentlich als hoffnungslos überfordertes Fach beschrieben wird. Und nun kommt auch noch Demokratieerziehung dazu?
In unserem Workshop wollen wir nicht nur die zuvor skizzierten Ansprüche an den Sportunterricht einordnen, sondern darüber hinaus erkennen, worin die großen demokratiepädagogischen Potenziale des Sportunterrichts liegen. Hierfür werden zunächst die grundlegenden Begriffe praxisnah definiert und die Idee eines Sports als Gestaltungskultur vorgestellt. Auf dieser Basis wird deutlich, dass es die immanente Sachstruktur des Fachgegenstands selbst ist, die demokratische Kompetenz erfordert und fördert. Demokratieerziehung stellt also keine Instrumentalisierung des Faches dar, sondern sie dient vielmehr dem Erwerb einer altersgemäßen Selbstgestaltungskompetenz im Sport.
Im eigenen Spielen und Sporttreiben erfahren die Teilnehmenden, wie sie mit nur drei Unterrichtsprinzipien diesem Anspruch pragmatisch gerecht werden können.
Selbstverständlich werden auch vielfältige, attraktive Ideen zu verschiedenen Bewegungsfeldern vorgestellt. Zudem soll genügend Zeit bleiben, um sich unter Sportkolleg:innen über mitgebrachte oder spontan aufkommende Fragen rund um den Sportunterricht auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.
Der Workshop setzt keinerlei eigenmotorische oder didaktische Kompetenz voraus und richtet sich daher explizit auch an fachfremde Kolleg:innen.
Hinweis: Bitte Sportschuhe und sportliche Kleidung mitbringen.